Altersvorsorge duch Sparbuch

Generationengedanke Aktie vs Sparbuch

Im heutigen Gastbeitrag von FelixInvestiert geht es darum, eine gewisse These mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen:

Steht die Form der privaten Altersvorsorge der deutschen Bevölkerung (bspw. Aktien & Sparbuch) in direktem Zusammenhang mit dem Alter eines Deutschen Bürgers?

Bevor im Detail auf diese Frage eingegangen werden kann, sollten zunächst einige Daten, die die deutsche Bevölkerung an sich betreffen, betrachtet werden. Dazu zählen neben der demografischen Entwicklung in Deutschland, grundlegende Erkenntnisse in den Bereichen Einkommen und Geldanlage sowie diverse Aspekte bzgl. der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Altersvorsorge der Deutschen. Auch die (Achtung Spoiler!) teils erschreckenden Ergebnisse hinsichtlich des Interesses an der Altersvorsorge in der Bevölkerung sollten wir uns mal etwas genauer anschauen und hinterfragen.

Status Quo: Die deutsche Bevölkerung

Im Jahr 1880 lebten in Deutschland 45 Mio. Menschen. 1960 waren es bereits mehr als 73 Mio. und 2018 über 83 Mio. Stimmen die Prognosen von Experten, werden im Jahr 2060 übrigens nur noch ca. 74,5 Mio.(!) Menschen leben.
Um diese Entwicklung zu verdeutlichen, findest Du hier die Bevölkerungspyramide Deutschlands der Jahre 1970 und 2060.

Für das Jahr 1970 ist besonders auffällig, dass Menschen, die zu diesem Zeitpunkt 67 Jahre und älter waren, einen Anteil an der Gesamtbevölkerung von 12% hatten, während unter 20-Jährige mit 30% fast ein Drittel der Bevölkerung ausmachten.

Altersaufbau Deutschland 1970:

Soweit so gut – doch wie sieht die Bevölkerungspyramide im Jahr 2060 aus, wenn die demografische Entwicklung so verläuft wie von Experten prognostiziert? Die Antwort ist bedenklich. Schau Dir dazu die nächste Grafik im Vergleich an.

Wie Du sofort erkennen wirst, sieht die Bevölkerungspyramide im Vergleich zum Jahr 1970 völlig anders aus. Unter den Annahmen einer weiter sinkenden Geburtenrate, einer stetig steigenden Lebenserwartung dank neuer Techniken in der Medizin sowie einem moderatem Wanderungssaldo machen nun die über 67-Jährigen nicht mehr nur 12% der Gesamtbevölkerung aus, sondern mit 29% fast ein Drittel. Ebenso erschreckend (Nichts gegen Menschen hohen Alters) ist der Rückgang der unter 20-Jährigen, deren Bevölkerungsanteil von 30% in 1970 auf nur noch 17% in 2060 schrumpfen wird. Primärer Grund für diese Entwicklung ist, dass die Baby-Boomer Generation der 1960er Jahre schon bald in Rente gehen wird.

Fazit: Deutschland wird alt! Dabei ist das Geschlecht übrigens kaum von Bedeutung. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen steigt die Lebenserwartung seit Jahren immer weiter an, wobei Frauen im Durchschnitt ca. 5 Jahre älter werden als Männer.

Das Ergebnis: Immer weniger junge Menschen müssen die Rentenlast immer mehr älterer Menschen auf ihren Schultern tragen.

Die Lebenserwartung deutscher Männer, die im Jahr 2018 geboren wurden, liegt bei 78,5 Jahren. Bei Frauen liegt der Wert bei 83,3 Jahren. Im Vergleich dazu hier die Spitzenreiter in Sachen Lebenserwartung:

Lebenserwartung

 

 

Am unteren Ende der Tabelle befinden sich die folgenden drei Länder. Der Fakt, dass die durchschnittliche Lebenserwartung eines im Jahr 2018 in der Zentralafrikanischen Republik geborenen Mannes bei nur 50(!) Jahren liegt, zeigt, wie gut es uns doch in Deutschland geht. Zum Vergleich: Selbst im Jahr 1960 lag die durchschnittliche Lebenserwartung einer in Deutschland geborenen Person bereits bei 69,3 Jahren.

Lebenserwartung 2 - Aktien vs. Sparbuch

Noch ein letzter Blick auf die Entwicklung der Lebenserwartung der deutschen Bevölkerung: Im Jahr 2060 geborene Männer werden ein durchschnittliches Alter von 84,8 Jahren erreichen. Frauen werden im Durchschnitt sogar 88,8 Jahre alt.

Da Du nun einen groben Überblick über die Struktur der deutschen Bevölkerung hast, sollten wir uns einige Daten in Bezug auf das Einkommen, die Rente und die Geldanlage der Deutschen näher anschauen.

Grundlagen: Einkommen, Rente & Geldanlage der Deutschen

Einkommen

Wie Du in der folgenden Abbildung erkennen kannst, ist der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst seit 2010, als dieser noch bei 3.227€ lag, auf fast 3.900€ in 2018 angewachsen.

durchschnittlicher Bruttomonatsverdienst

 

Zum Vergleich: 1992 lag das durchschnittlichen Bruttomonatseinkommen noch bei nur 1.832€. Männer verdienen dabei bereits seit mehr als 20 Jahren durchschnittlich 21% mehr als Frauen.

Sparplan

 

Geldanlage

Was die Geldanlage der Deutschen betrifft, muss ich leider zugeben, dass mich die Struktur nicht sonderlich überrascht. Auch wenn in der Grafik des Deutschen liebste „Anlage“ – die Immobilie – nicht aufgeführt ist, würde das vermutlich nichts daran ändern, dass der Löwenanteil des Geldes auf dem Sparbuch versauert und langsam aber sicher von der Inflation aufgefressen wird – und zwar satte 41% des Gesamtvermögens. Weitere 36,7% des Vermögens der Deutschen stecken in Versicherungen und Versicherungsprodukten. Lediglich 16,3% investiert der Ottonormalverbraucher in Anlageprodukte wie bspw. Aktien.

Geldanlage

Diese Erkenntnisse gehen Hand in Hand mit dem, was die Deutschen auf die Frage antworten, welche Formen der Geldanlage sie zurzeit nutzen (Mehrfachnennungen möglich). Das Motto der Deutschen: „Sicherheit zuerst“ – die Mini- bzw. Negativzinsen ändern an dieser Einstellung der deutschen Sparer 2019 nichts. Das ist das Ergebnis einer jährlichen Umfrage zum Sparverhalten der Deutschen. Dabei gab fast die Hälfte (!) der Befragten an, das Sparbuch bzw. Spareinlagen sowie das Girokonto zur „Geldanlage“ zu nutzen. Wie ich finde eine steile These, Geld auf dem Sparbuch als Form der Geldanlage zu bezeichnen – Stichwort Niedrigzinsen. Auch Bausparverträge (28%) und Immobilien (22%) sollten beim Thema Geldanlage in Frage gestellt werden, vorausgesetzt die Person nutzt die Immobilie ausschließlich für den Eigenbedarf. Aktien (15%) und festverzinsliche Wertpapiere (5%) werden hingegen nur von einem kleinen Teil der Bevölkerung genutzt.

Analog dazu passen die Antworten in der folgenden Grafik auf die Frage, wofür die Befragten aktuell Ihr Geld sparen. Nur ca. jeder vierte nutzt seine Ersparnisse zur Kapitalanlage, wobei mehr als die Hälfte der Befragten angibt, aktuell Geld für die Altersvorsorge wegzulegen. Da die Deutschen das Sparbuch allerdings als Form der Geldanlage betrachten, ergeben diese Angaben Sinn; auch wenn sie vielleicht fragwürdig sein mögen.

Bevor ich nun zur Beantwortung der eingangs gestellten Frage komme, ob Aktien bzw. das Sparbuch zwecks Altersvorsorge abhängig vom Alter sind, hier die verschiedenen Formen der Altersvorsorge und deren Ausprägung in Deutschland.

Altersvorsorge

 

Status Quo: Altersvorsorge in Deutschland

a. Gesetzlich

Wie Du weiter oben im Beitrag bestimmt erkannt hast, wird die Rente, die Du erhalten wirst, solltest Du ca. in meinem Alter sein (26 Jahre), mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich geringer sein, als sie es heute ist. Den exakten Betrag Deiner Rente kann ich Dir leider nicht nennen. Dazu musst Du zunächst Deine persönliche Rentenlücke berechnen.

Das kannst und solltest Du natürlich tun, um einen groben Überblick darüber zu haben, auf welche (u.a. staatliche) Unterstützung Du Dich im Alter einstellen kannst. Die monatliche Standardrente der gesetzlichen Rentenversicherung lag in Deutschland 2019 bei 1.435€. Ich studiere zurzeit und verdiene in meiner Werkstudententätigkeit ca. 1.000€ im Monat. Wenn ich mir vorstelle, dass ich von nur etwas mehr Geld meinen gesamten Lebensunterhalt im Alter bestreiten müsste, wird mir immer wieder bewusst, dass ich unbedingt auf privater Ebene etwas für meine Altersvorsorge tun muss. Für das Jahr 2033 prognostiziert das Bundesamt für Arbeit und Soziales übrigens eine monatliche Bruttostandardrente der gesetzlichen Rentenversicherung. Im Verhältnis zum heutigen Betrag klingt das natürlich erst einmal nicht schlecht, doch Vorsicht! Inflation nicht vergessen! Das heißt, dass diese prognostizierten 2,000€ vermutlich eine vergleichbare Kaufkraft haben werden, wie die heute ausgezahlten 1.435€.

Auch das Renteneintrittsalter wird sich aufgrund der demografischen Entwicklung der Bevölkerungsstruktur in Deutschland natürlich drastisch erhöhen. Ist die Baby-Boomer Generation erst einmal in Rente, gehe ich davon aus, dass ich gesetzlich mindestens zu meinem 70. Lebensjahr arbeiten soll. Das kommt für mich absolut nicht in Frage, da ich plane, vorher ausreichend privat für mein Alter vorgesorgt habe. Für die Vielzahl der Deutschen scheint daran jedoch kein Weg vorbei zu führen.

Verknüpft man den heutigen Betrag der gesetzlichen Rente (1.435€) mit dem Fakt, dass dieser Betrag 63% des Bruttoeinkommens von 65-Jährigen und Älteren ausmacht, kommt ein Durchschnitts-65-Jähriger auf ein monatliches Bruttorenteneinkommen von ca. 2.277€.
Nach Abzug von Steuer- & Solidaritätsbeitrag, den Krankenkassenbeiträgen auf Alters- und Betriebsrente sowie dem Betrag für Pflegeversicherung, käme man damit auf ein Nettorenteneinkommen von 1.805,26€. Schon besser, aber immer noch fragwürdig, ob man davon im Alter so leben kann, wie es sich die meisten vorstellen.

b. Betrieblich

Auf betrieblicher Seite steht Männern durchschnittlich ein Betrag von ca. 600€ im Monat zur Verfügung – bei Frauen sieht es mit durchschnittlich 243€ deutlich schlechter aus, wobei immer mehr Unternehmen Arbeitsverträge anbieten, die eine betriebliche Rente beinhalten.

Aktien vs. Sparbuch: Eine Generationenfrage?

Wenn wir uns vor diesem Hintergrund nun mal anschauen, ob die These, dass die Form der privaten Altersvorsorge tatsächlich eine Generationenfrage ist, stimmt, dann gelangt man, wie ich finde, zu erschreckenden Erkenntnissen. Doch zunächst mal einige Grunderkenntnisse, die die private Altersvorsorge der Deutschen betrifft. Die Deutschen sind Sparer. Das war so, ist so, und wenn ich wetten müsste, würde ich darauf tippen, dass das auch immer so bleiben wird. Die Sparsumme der privaten Haushalte betrug 2019 fast 207 Mrd. € – zur Jahrtausendwende lag der Wert noch bei knapp über der Hälfte. Die Sparquote liegt dabei bei ca. 10% und damit auf gleicher Höhe, wie es in der Finanzkrise in den Jahren 2008/09 der Fall war (ein Zeichen?).
Immer wenn meine Großeltern mir Geld zum Geburtstag oder zu Weihnachten geschenkt haben, hieß es: „Leg das Geld schön auf dein Sparbuch. Dann kannst du dir mal etwas Schönes davon kaufen.“

Fazit Sparen: In Sachen sparen sind die Deutschen unschlagbar – v.a. jedoch die älteren Generationen. Ü65-Jährige haben zu Zeiten ihrer Jugend meist sehr sparsam gelebt. An Themen wie Aktien, private Altersvorsorge o.ä. war zu dieser Zeit oft einfach nicht zu denken. Nur die wenigsten kamen zu dieser Zeit auf die Idee, an der Börse aktiv zu werden.

Lediglich 12,43% der deutschen Bevölkerung war im Jahr 2019 in Besitz von Aktien, Aktienfonds oder beidem. Und doch halten fast 45% der Befragten (siehe Abbildung) ihre Anstrengungen in Sachen privater Altersvorsorge für ausreichend.

Altersvorsorge Umfrage

Doch was ist der Grund mit diesen „Mut zur Lücke“? Laut einer Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach haben fast 60% der Befragten mäßiges bzw. kein Interesse an privater Altersvorsorge oder finanzieller Absicherung. Lediglich 12% der Teilnehmer gaben an, sich besonders für die genannten Themen zu interessieren und das obwohl jeder Vierte deutsche bereit ist, hohe Ausgaben für die private Altersvorsorge zu tätigen.

Anhand der genannten Daten komme ich nicht zwingend zu dem Fazit, dass das Investieren am Aktienmarkt eine Frage der Generation ist. Vielmehr habe ich das Gefühl, dass es sich dabei um eine Sache der Nationalität handelt. In unzähligen anderen Ländern ist der Anteil der Aktionäre an der Gesamtbevölkerung deutlich höher, als es in Deutschland der Fall ist. Einerseits könnte das konservative und sicherheitsorientierte Denken der Deutschen ein Grund dafür sein. Andererseits spielt mit hoher Wahrscheinlichkeit der Auf- und Abstieg der Volksaktie Telekom zu Beginn des Jahrtausends eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Da ich zu der Zeit noch nicht an Themen wie Aktien und Börse gedacht habe, habe ich mich dazu im Internet informiert und mich u.a. bei meinen Eltern & Großeltern erkundigt.

Zur Hochphase der Telekom wurde die Aktie nicht nur von ranghohen Politikern empfohlen, sondern sogar per Flyer im Briefkasten damit geworben, dass bei Eröffnung eines Aktiendepots eine Gratis-Telekom-Aktie bereits im Depot zu finden wäre. Eben eine echte „Volksaktie“. Da ist es vielleicht sogar verständlich, schwach zu werden und auch einzusteigen.

Was meine Verwandten angeht: Hier werden Aktien durchweg als Teufelszeug und die Börse als Casino bezeichnet. Leider ist auch jeglicher Versuch der Erklärung von Themen rund um die Börse vergebens. Ist das Investieren am Aktienmarkt nun eine Frage der Generation? Ich denke pauschal ist da keine klare Aussage zu treffen. In jeder Generation gibt es Menschen mit und ohne finanzieller Bildung. Finanzielle Bildung bedeutet für mich u.a. zu wissen, dass eine Immobilie zur Eigennutzung kein Vermögenswert, sondern eine Verbindlichkeit ist, aber das ist ein anderes Thema.

 

Disclaimer:
Ich betreibe hier weder Anlageberatung, noch möchte ich für bestimmte Unternehmen, Anlageklassen o.ä. werben. Ich übernehme keine Haftung oder Fehlerhaftung für ggf. falsche Angaben. Ich berichte hier lediglich auf Basis meiner eigenen Meinung. So solltest Du auch all‘ Deine Investment-Entscheidungen treffen.

Dividendenwachstum

Sind 150 Euro zu wenig um in Aktien zu investieren?

Mit 150 Euro im Monat in Aktien investieren

Frage bei Instagram @dividende_statt_rente

Ab welchem Betrag in Aktien investieren?

Bei Instagram erreichte mich die Frage von einer Nutzerin, welche bereits 2 ETF Sparpläne mit je 25€ im Monat bespart und diese nun auf je 50€ erhöhen möchte bzw. bereits erhöht hat. Sie hätte weitere 150€ pro Monat zum investieren zur Verfügung und hat daher die Frage gestellt, ob dieser Betrag zu wenig sei um in Aktien zu investieren.

Hinweis: Die Beantwortung dieser Frage stellt keine Anlageberatung dar, sondern lediglich meine persönliche Meinung. Jeder muss selbst entscheiden was er mit seinem Geld macht und eigene Prüfungen vornehmen.

Diversifikation bei Aktien

Um das Risiko bei Aktien zu minimieren ist eine Diversifikation bei Aktien grundsätzlich wichtig, auch wenn es Anleger gibt die solche Risiken bewusst in Kauf nehmen und nur in 2-3 verschiedene Unternehmen investieren, von denen Sie überzeugt sind. Ich persönlich habe in meinem Sparplan Depot bei der Consorsbank eine breite Diversifikation vorgenommen, zumindest bin ich ganz zufrieden damit.

Bei 150 Euro im Monat würde ich nicht auf eine Investition in Einzelaktien verzichten wollen, weil mir Einzelaktien einfach mehr Spaß machen als ein ETF und ich mich gerne mit meinen Aktien beschäftige. Wer sich jedoch nicht gerne mit seiner Geldanlage beschäftigt, sollte auch diese übrigen 150 Euro komplett in einen ETF Sparplan investieren und auf Einzelaktien verzichten. Ein ETF-Sparplan hat den großen Vorteil das man sich um nichts mehr selbst kümmern muss. Einfach Sparplan anlegen und automatisiert besparen.

Wer jedoch an Aktien und Einzelunternehmen Spaß hat, für den ist auch die 150 Euro in einer Aktie gut aufgehoben. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten wie ich persönlich vorgehen würde.

1. Möglichkeit: Aktien per Einmalkauf erwerben

2. Möglichkeit: Aktien per Sparplan erwerben

Aktien per Einmalkauf

Über den Broker „Trade Republic“ kann man für nur 1 Euro Gebühr  durchaus auch mal kleine Positionen von Aktien kaufen und dann bei jedem Kauf eine andere Aktie auswählen, um so langsam eine Diversifikationen in verschiedene Unternehmen aufzubauen. Wenn man Aktien von Unternehmen kaufen möchte, die mehr als die verfügbaren 150 Euro kosten, muss man hier die 150 Euro ansparen, bis man genug freies Kapital für den Einzelkauf zur Verfügung hat.
Möchte man ohnehin pro Position mindestens 500 Euro investieren, sollte man sich den GRATISBROKER mal ansehen, wo man ab 500 Euro völlig kostenfrei Aktien kaufen kann.

Aktien per Sparplan

Für einen Aktienkauf per Sparplan spricht die Möglichkeit bereits ab 25 Euro in Aktien investieren zu können, also Bruchteile einer Aktie zu kaufen, und somit bereits von Anfang an in mehrere Unternehmen sein Kapital zu streuen. Nachteilig sind die Gebühren von 1,5% bei einem Sparplan der Consorsbank, was aber bei wenig verfügbarem Kapital zu verschmerzen sein dürfte. Bei einem 25 Euro-Sparplan wären dies somit 37 Cent an Gebühren.

Ich persönlich investiere in meinem Depot bei der Consorsbank Aktien ausschließlich per Sparplan, aber auch bei der Comdirect gibt es sehr viele tolle Unternehmen, in die man per Aktien-Sparplan investieren kann. Für welchen Broker ihr euch entscheidet, bleibt euch überlassen. Ich kenne viele Menschen aus der Finanz-Community, welche bei Comdirect sehr zufrieden sind. Da ich selbst jedoch bei der Comdirect (noch) kein Depot habe, sind meine Beispiele von der Consorsbank.

Um in möglichst viel verschiedene Unternehmen investieren zu können, habt ihr die Möglichkeit eure Sparpläne statt monatlich, auch nur alle 2 oder alle 3 Monate ausführen zu lassen.

Bei einem monatlichen Sparplan könnt ihr mit euren 15o Euro in 6 verschiedene Unternehmen investieren, während ihr bei bei einem 2-monatlichen in 12 und bei einem 3-monatlichen Aktiensparplan bereits in 18 verschiedene Unternehmen euer Geld investieren könnt. Aufgrund der vielzahl von tollen Unternehmen die mich interessieren, würde ich persönlich mit großer Wahrscheinlichkeit meine Sparpläne alle 3 Monate ausführen lassen.

Consorsbank Aktien Sparplan Vierteljährig

Consorsbank Aktien Sparplan Vierteljährig

Die Vorgehensweise:
Beim Anlegen der Sparpläne den Start der Laufzeit richtig wählen, damit pro Monat nicht mehr wie eure 6 Aktien bespart werden.
So einfach kann die Investition in Aktien sein. Bei Fragen einfach Kommentar hinterlassen.

In welche Unternehmen ich per Sparplan investiert bin, könnt ihr hier sehen.

 

Passives Einkommen kann Jeder: Durch Dividenden Aktien!

Passives Einkommen durch Dividenden Aktien erzielen

Sich mit herkömmlichen Banksparprodukten ein Vermögen zu schaffen, ist zur Zeit kaum möglich. Eher lohnt sich da ein Blick zur Börse. Hier investierst Du in Aktien und kassierst wiederkehrend Dividenden. Konsequent und regelmäßig verfolgt, kannst Du Dir eine gute Altersvorsorge bzw. ein passives Einkommen aufbauen.

passives Einkommen durch die Dividendenstrategie

Aktien – Grundstock für Dein passives Einkommen

Mit Aktien hältst Du Anteile am Kapital von Aktiengesellschaften. Dafür beteiligen sie Dich an ihrem Gewinn. Dies geschieht meist in Form von Dividenden, die deutsche Unternehmen vornehmlich ein Mal und Amerikanische sogar mehrmals im Jahr auszahlen. Wie hoch die Geldbeträge ausfallen, beschließen, abhängig von den Überschüssen, die Hauptversammlungen der Aktionäre. Besitzt Du Stammaktien, hast auch Du ein Stimmrecht. Legst Du darauf keinen Wert, empfiehlt sich der Kauf von Vorzugsaktien. Wie der Name schon sagt, werden diese, im Gegensatz zu stimmberechtigten Aktien, bevorzugt mit Dividendenzahlungen bedacht. Um Letztere zu erhalten, musst Du die Wertpapiere nicht lange vorher besitzen. Bedingung ist lediglich, dass sie an den Tagen der jeweiligen Hauptversammlung bei Dir eingebucht sind.

Dividende und Dividendenrendite

Manche sagen, die Dividende wäre quasi der Zinsertrag einer Aktie. Genau betrachtet stimmt das nicht, denn bei der Dividende handelt es sich um einen festgelegten Geldbetrag. Erst im Verhältnis zum Kaufpreis der Aktie, dem Kurswert, wird daraus eine in Prozent ausgedrückte Dividendenrendite. Die allerdings ist für den strategischen Aufbau Deines passiven Einkommens von immenser Bedeutung.

Berechnen kannst Du sie mit der Formel:
Dividende / Kurswert x 100 = Dividendenrendite in Prozent

Du darfst Dich demzufolge nicht allein an hohen Dividenden orientieren, sondern musst gleichzeitig den Preis sehen, für den Du die Aktie gekauft hast. So hat beispielsweise die Allianz im Geschäftsjahr 2018 9 EUR pro Aktie gezahlt. Das entspricht bei einem aktuellen Kurswert von rund 206 EUR einer Rendite von 4,37 %. BMW dagegen schüttete für das Jahr 2018 3,50 EUR aus. Da die Aktie aber (schwankend) nur 62 EUR kostet, ergibt das eine Rendite von 5,64 %. Anders jedoch stellt sich die Allianz-Aktie dar, hättest Du sie im Jahr 2014 für 123 EUR erworben. Die Rendite würde heute stattliche 7,31 % betragen. Passives Einkommen aufbauen mit Köpfchen – so wird’s gemacht!

Auf die richtigen Aktien kommt es an

Willst Du mit Strategie erfolgreich Dein passives Einkommen aufbauen, sind gewissenhaft ausgewählte Aktien das Wichtigste. Dass Du zu diesem Zweck nur Wertpapiere von Firmen kaufst, die Dividenden zahlen, versteht sich dabei von selbst. Dennoch solltest Du nicht nur darauf bzw. auf gute Dividendenrenditen achten. Es kommt auf das Gesamtbild eines Unternehmens an: Wie ist es an der Börse platziert (Dax, MDax, Dow Jones), wie sieht es mit Dividendenwachstum und Gewinnzuwachs in den letzten 5 Jahren aus, wie lange arbeitet die Gesellschaft erfolgreich am Markt etc. Am Anfang suche Dir zweckmäßig solide Aktiengesellschaften aus, besonders solche, die shareholderorientiert (anlegerbezogen) handeln. An deutschen und internationalen Börsen findest Du genügend Unternehmen, die dafür bekannt sind. Hast Du Dich eingefuchst und ein Fundament geschaffen, kannst Du später immer noch experimentieren.

Bestes Risiko-Management Doris Beer (Bild, 300x250)

Passives Einkommen im Depot verwalten

Wenn Du Dich entschlossen hast, mit Dividenden-Aktien ein passives Einkommen aufzubauen, musst Du bei Deiner Bank ein Depot einrichten. Darin kannst Du an allen deutschen und internationalen Börsen mit Aktien handeln und Deine Gewinne verwalten. Letztere brauchst Du übrigens nicht in Deiner Steuererklärung angeben. Auf Zinsen, Dividenden und Kursgewinne wird, neben dem Solidaritätszuschlag sowie der Kirchensteuer, pauschal eine Abgeltungssteuer von 25 % fällig. Diese führt die Bank, entsprechend des Freistellungsauftrages (für ledige 801 EUR und verheiratete 1.602 EUR), direkt an das Finanzamt ab. Du kannst Dich voll und ganz auf Dein Depot konzentrieren. Das solltest Du im Übrigen regelmäßig tun und Dir täglich ein paar Minuten Zeit nehmen, es zu verwalten. Nur so wird Dir auf Dauer gelingen, ein passives Einkommen zu erzielen.

Übrigens: Ein passendes Depot findest Du ganz einfach in unserem Broker Vergleich

 

Dividendenwachstum

Freude an der privaten Altersvorsorge teilen

Dividende statt Rente – denn private Altersvorsorge muss sein!

Dividende statt Rente Flyer Werbezettel

Die „Dividende statt Rente“ Flyer / Werbezettel sind da…

Was nutzt die Seite „Dividende statt Rente“, wenn sie nicht gefunden wird und ich meine Mitmenschen nicht dazu animieren kann sich Gedanken zum Thema „private Altersvorsorge“ zu machen? Nichts! Oder zumindest deutlich weniger, als wenn sie gefunden wird. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen mit „Dividende statt Rente“ ein wenig mehr Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, damit auch andere Menschen dazu animiert werden sich mehr Gedanken um ihre Altersvorsorge zu machen.
Denn ich selbst wünschte, ich hätte mich schon viel früher mit dem Thema Aktien und Börse beschäftigt, statt diese Art der Geldanlage zu verteufeln.

„Dividende statt Rente“ ist für Alle da!

Natürlich freut es mich riesig wenn die „Dividende statt Rente“ Netzseite von Menschen beachtet wird die bereits selbst in Aktien, ETFs oder Immobilien investieren. Ich liebe es, mich mit Menschen auszutauschen die selbst am Finanzmarkt aktiv sind, vor allem weil man ständig etwas dazu lernen und oft wertvolle Tipps bekommt. Dennoch möchte ich nicht nur Menschen ansprechen die bereits erkannt haben wie wichtig es ist sich selbst um seine Altersvorsorge zu kümmern – statt sein Geld auf der Bank liegen zu lassen. Ich möchte vor allem jedoch auch Menschen ansprechen, die sich bisher noch keine Gedanken um ihr Geld & ihre Altersvorsorge gemacht haben. Menschen die auf dem selben Stand sind, auf dem ich selbst noch vor nicht allzu langer Zeit war. Genau diese Menschen möchte ich mit meinem neuen Werbezettel (neudeutsch: Flyer) erreichen, denn „Dividende statt Rente“ ist für Alle da!

[amazon_link asins=’B0752H5HB9′ template=’ProductAd‘ store=’dividenderente-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’7896f247-3f3f-4df8-a69f-59933b288d45′]

Ist Dividende statt Rente überhaupt möglich?

Dies kommt natürlich ganz drauf an wie früh man damit beginnt regelmäßig in Aktien zu investieren und wie hoch die Beträge sind, die man dafür aufbringen kann. Theoretisch ist es grundsätzlich möglich die Rente ganz aus der Dividende zu betreiten, was insbesondere für Selbstständige wichtig ist, die noch nie oder nur sehr wenig in die gesetzliche Rentenkasse einbezahlt haben und dazu gezwungen sind von der private Altersvorsorge zu leben.
Ich habe (leider) erst ziemlich spät damit begonnen mich um meine private Altersversorge zu kümmern und benötige daher für mein Ziel, mein Lebensunterhalt im Alter komplett durch die Dividende von Aktien zu bestreiten, eine deutlich größere Anstrengung als Jemand der bereits mit 20 Jahren anfängt regelmäß in Aktien zu investieren. Ob ich es tatsächlich mit der Dividendenstrategie schaffen werde die Rente zu ersetzen? Nun ja, ich habe leider keine Glaskugel…

Der erste Schritt zur Altersvorsorge

Sobald Du erkannt hast, dass du dich um deine Finanzen selbst kümmern solltest, ist der wichtigste Schritt bereits getan. Denn die Erkenntnis, dass du jeden Tag schon aufgrund der Inflation Geld verlierst (wenn du es nicht sinnvoll angelegt hast) ist die wichtigste Erkenntnis auf dem Weg zur finanziellen Freiheit. Die meisten Menschen haben diese Erkenntnis leider noch nicht gehabt.

Passendes Depot & Broker finden

Nun geht es darum, ein passendes Depot zu finden. Also einen Broker wo du deine Aktien oder ETFs kaufen kannst und wo sie verwahrt werden. Für die richtige Wahl kommt es darauf an wie du investieren möchtest. Sind dir Sparpläne wichtig, oder möchtest du lieber Einmalkäufe tätigen? Beim Broker Vergleich wirst du sicherlich fündig. Ich selbst nutze mehrere verschiedene Broker. Für Aktien-Sparpläne nutze ich zum Beispiel die Consorsbank. Mein onVista Depot nutze ich dagegen hauptsächlich für Einmalkäufe und ETF Sparpläne. Trade Republic nutze ich dagen bisher ausschließlich für Einmalkäufe.

 

Aktien-Analyse: Alibaba Aktie

Alibaba – eine innovative und vielversprechende Aktie

Alibaba kennt heutzutage fast jeder. Die Aktie hat sich in dem letzten Jahrzehnt rasant entwickelt und zahlreiche Rekorde geknackt. Doch, ganz so einfach war der Weg auch nicht. Handelt es sich bei Alibaba um ein Unternehmen mit Zukunftspotenzial? Wird das Unternehmen auch in zehn Jahren noch bestehen können? Dies sind alles Fragen, die zahlreichen Investoren durch den Kopf gehen. Das ist auch berechtigt. Denn letzten Endes nimmt ein Geschäftsmodell und dessen Umsetzung einen maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg einer Unternehmung. Damit Du die gesamten Strukturen hinter Alibaba verstehen kannst, soll ein kleiner Einblick in die Entwicklung des Unternehmens gegeben werden. Daraufhin erhälst Du eine ausführliche Erklärung zu dem Geschäftsmodell von Alibaba, bevor eine abschließende Bewertung der Aktie gezogen wird.

Die Entwicklung von Alibaba

Alibaba Aktie - Eine Aktienanalyse von Dividende statt Rente

Quelle: Finanzen.net

Wenn Du Alibaba besuchst, ähnelt die Seite ein wenig eBay. Jedoch stehst Du bei Alibaba in der Regel nicht mit irgendwelchen Privatpersonen in Kontakt, sondern mit Herstellern von unterschiedlichen Produkten. Wie kam es dazu, dass eine solche Plattform ins Leben gerufen wurde? Zahlreiche Menschen kennen ihn nicht, den Gründer von Alibaba: Jack Ma. In Wirklichkeit heißt er Ma Yun. Damit er aber in der westlichen Welt bekannter werden kann, hat er sich den Namen Jack Ma gegeben.

Dabei sah die anfängliche Karriere von Ma gar nicht so aus, als würde er ein Internetunternehmen gründen. Im Gegenteil – er hat schon sehr früh seine Liebe zur englischen Sprache erkannt. Er wurde schlussendlich auch Englischlehrer und übte diesen Beruf für ein paar Jahre aus. Auf einer Reise nach Amerika kam er durch Freunde in Kontakt mit einem Computer. Er tippte verschiedene Wörter ein und musste überraschend feststellen, dass für China keinerlei Ergebnisse angezeigt wurden. Dies kann als der Ursprung des heutigen Alibabas gesehen werden. Denn Ma hatte erkannt, was für ein enormes Potenzial für sein Heimatland vorhanden ist.

Die Anfänge von Alibaba

Jedoch sollte an dieser Stelle angemerkt werden, dass sein erstes Unternehmen scheiterte. Mit einem Startkapital von knapp 2000 Euro gründete er die Seite China Pages. Diese stellte ein chinesisches Branchenverzeichnis dar. Anstatt in diesem Moment aufzugeben, entschied sich Jack Ma dazu ein weiteres Unternehmen zu gründen. Zusammen mit 17 Freunden und einem Gesamtkapital von knapp 60000 Euro gründete er die B2B-Handelsplattform Alibaba.

Was bedeutet eigentlich B2B?

B2B bedeutet “Business to Business”. Aus dem normalen Alltag kennst Du wahrscheinlich den ganz normalen Einkauf im Supermarkt. Hierbei handelt es sich um eine “B2C” Interaktion. Ausgeschrieben bedeutet dies “Business to Customer”. Du bist in diesem Fall der Privat-Kunde und der jeweilige Ladeninhaber der geschäftliche Anbieter. Bei einem B2B Geschäft sind beide Seiten geschäftlich tätig. Es gibt somit einen geschäftlichen Kunden als auch einen geschäftlichen Anbieter.

Aus Deinem Berufsalltag wirst Du solche Transaktionen wahrscheinlich schon kennengelernt haben. Das Ziel von Alibaba stand schon von Beginn an fest. Es bestand nämlich darin, dass chinesische Hersteller mit westlichen Käufern verbunden werden sollten.

Die Unternehmen der Alibaba Group

Im Laufe der Zeit gründete Jack Ma neben Alibaba zahlreiche weitere Unternehmen. Diese ganzen Unternehmen schlossen sich zu der sogenannten Alibaba Group zusammen. Insgesamt schaffte es der ehemalige Englischlehrer fast 80 Prozent des chinesischen E-Commerces zu kontrollieren. Damit Sie die Struktur der Alibaba Group verstehen können, sollen die einzelnen Unternehmen, die Bestandteile der Alibaba Group bilden, näher erläutert werden:

  • Alibaba: Alibaba ist die Hauptplattform über die chinesische Hersteller mit westlichen Käufern verknüpft werden. Heutzutage können Sie so gut wie alles auf dieser Plattform finden. Aliexpress ist die B2C Plattform, also die Plattform für Privatkunden.
  • Taobao: Taobao gleicht eBay. Auf dieser Seite können Privatkunden Produkte anbieten und auch kaufen. Jedoch gibt es auf dieser Seite keine Gebote. Dementsprechend wird alles zu einem Festeres verkauft oder erworben. Dieses Unternehmen macht auf dem chinesischen Markt einen Marktanteil von knapp 99% aus.
  • Tmall: Tmall kann als die chinesische Version von Amazon bezeichnet werden. Wie Sie erkennen können, ist die Alibaba Group in den unterschiedlichsten Bereichen tätig und versucht auf diese Art und Weise ein eigenes, selbstständiges Ökosystem zu erschaffen.
  • Alipay: Zu guter Letzt kommen wir noch zu Alipay. Alipay kann mit Paypal verglichen werden. Mit diesem System wird unter anderem dafür gesorgt, dass die Zahlungen aus den westlichen Ländern richtig transferiert werden. Darüber hinaus erhält der Käufer durch dieses Zahlungssystem eine Art Garantie, da der Verkäufer das Geld erst erhält, wenn die Ware produziert wurde und der Käufer zufrieden ist.

Die dunklen Zeiten des Unternehmens Alibaba

Der Schein kann in der Regel trügen. Nachdem zuvor die Blütezeiten des Unternehmens ausführlich beschrieben wurden, soll nun die dunkle Zeit des Unternehmens erläutert werden. Denn die Alibaba Group versuchte schon vor 2014 an die Börse zu gehen. Im Jahr 2007 ging die Gruppe an die Börse und scheiterte kläglich. Innerhalb von einem Jahr brach die Aktie um rund 90 Prozent ein. Geprägt war dies mitunter durch den Skandal, dass sich tausende Scheinfirmen auf Alibaba tummelten, die nie lieferten. Dies warf natürlich ein schlechtes Bild auf die Alibaba Gruppe. Zahlreiche Menschen aus der Führungsregie mussten zurücktreten und Jack Ma war darüber hinaus dazu gezwungen, das Unternehmen personell neu aufzustellen.

Alibaba auf dem Weg in die Superlative

Die Umstrukturierung des Unternehmens gelang ihm mit vollem Erfolg. Im Jahr 2014 ging die Alibaba Aktie zum zweiten Mal an die Börse. Selbst die Prognosen wurden übertroffen, denn Jack Ma wurde innerhalb einer Nacht der reichste Mann Chinas. Insgesamt sorgte der Börsengang der Alibaba Aktie dafür, dass alle bisherigen Börsengänge in den Schatten gerückt wurden. Insgesamt wurden auf diese Art und Weise 25 Milliarden Dollar eingesammelt, was eine immense Summe ist. Das primäre Ziel des Börsenganges bestand jedoch nicht darin, viel Geld einzusammeln. Jack Ma sah es als seine Verpflichtung an, den miserablen ersten Börsengang wieder gutzumachen. Darüber hinaus wollte er auch dafür sorgen, dass die Shareholder glücklich sind. Beide Ziele konnte er erreichen, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass er die richtigen Umstrukturierungen durchgeführt hat.

Dieser Katapultstart der Alibaba Aktie sorgte am Aktienmarkt für internationales Aufsehen. Denn Alibaba hat nicht nur viel Geld durch den Börsengang eingesammelt, sondern wurde auch von heut auf morgen in die Top 10 der Technologieunternehmen aufgenommen. Diese Zahlen sprechen alle für das Unternehmen. Also sollte sich eine Investition doch auf jeden Fall lohnen? So einfach lassen sich in der Finanzwelt keine Schlüsse ziehen. Bevor wirklich Schlüsse gezogen werden können, sollte das Geschäftsmodell analysiert und auch der bisherige Kursverlauf der Alibaba Aktie betrachtet werden.

Das Geschäftsmodell von Alibaba

Wenn es um das Geschäftsmodell von Alibaba geht, wird immer vereinfacht gesagt, dass es sich hierbei im Grunde um das gleiche Modell wie bei Amazon handelt. Das ist jedoch falsch. Natürlich haben beide Unternehmen Gemeinsamkeiten, jedoch sind die Unterschiede zwischen den beiden Giganten gravierend. Während Amazon auf der gesamten Welt zahlreiche Logistikzentren betreibt, muss Alibaba dies nicht tun. Die jeweiligen Hersteller können die Waren der Kunden lagern und dann auch verschicken. Neben den ursprünglichen Geschäftsbereichen, die zu Beginn erläutert wurden, hat Alibaba auch in weitere Bereiche investiert.

So hat sich Jack Ma mit Alibaba Pictures in der Filmproduktion aufgestellt. Darüber hinaus wurde mit amap.com ein Kartendienst geschaffen. Schlussendlich soll auch die Alibaba Cloud nicht unberücksichtigt bleiben. Cloud`s spielen eine immer wichtigere Rolle in dem sich stetig verändernden Markt. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass Alibaba in den Cloud Sektor eingestiegen ist. Jedoch sollte auch beobachtet werden, wie sich der chinesische Tech Riese im Vergleich zu seiner amerikanischen Konkurrenz in dem Bereich schlägt. Neben den vielseitigen Geschäftsbereichen und dem Fokus auf B2B Dienstleistungen und Produkten, hat Alibaba zahlreiche Wettbewerbsvorteile, die nicht unberücksichtigt bleiben sollten.

Die Wettbewerbsvorteile des Unternehmens

Alibaba wäre nicht innerhalb so kurzer Zeit so weit gekommen, wenn das Unternehmen keine speziellen Wettbewerbsvorteile hätte. Was sind nun diese Vorteile, die das Unternehmen bei dem enormem Wachstum unterstützt haben? Dies liegt mitunter daran, dass die Menschen sich in China erst langsam dem E-Commerce hinwenden. Bei der riesigen Population ist es somit fast schon logisch, dass Alibaba einen immensen Vorteil im Vergleich zu anderen Konkurrenten hat. Darüber hinaus hat sich Ma mit seinen zahlreichen Unternehmen in China eine Monopol Stellung geschaffen. Für Konkurrenten erschwert dies natürlich den Markteintritt in China, während Alibaba Unternehmen in den westlichen Ländern aufkauft. So sorgt Ma dafür, dass seine Alibaba Group wachsen kann. Natürlich kommt hier noch hinzu, dass die verschiedenen Dienstleistungen ständig erweitert werden.

Bei Alibaba steht ähnlich wie bei Amazon die Schaffung einer eigenen Ökonomie im Vordergrund. Natürlich verfolgen beide Unternehmen eine andere Strategie, was auch völlig normal ist. Neben Alipay kommen zahlreiche weitere Dienstleistungen hinzu, die das Leben der Menschen erleichtern sollen. Durch die große vorhandene Bevölkerungszahl in China und dem asiatisachen Raum, hat der Internetgigant stets eine hohe Nachfrage und zudem noch eine enorme Wachstumsmöglichkeit. Diese hohe Nachfrage resultiert schlussendlich darin, dass Alibaba sein Angebot anpasst bzw. erhöht.

Die Bewertung der Alibaba Aktie und Zukunftsaussichten

Alibaba Aktie WKN und ISIN Nummer

Wie sieht die Alibaba Aktie aus? Die Alibaba Aktie ist bei der Betrachtung über einen größeren Zeitrahmen sehr stabil. Momentan hat sie sich im Bereich 150-154€ eingependelt. Bevor nun verschiedene Prognosen vorgestellt werden, sollen erst einmal die Fakten präsentiert werden. Ein Fakt besteht zum Beispiel darin, dass über die Alibaba Online Handelsplattformen mehr verkauft wird als bei eBay, Walmart und Amazon zusammen. Durch die Expansion in zahlreiche neue Bereiche, wie zum Beispiel Logistik, Gesundheit und Clouds hat Alibaba den Sprung in eine neue disruptive Welt geschafft.

Betrachtet man nun die Preisentwicklung, so lässt sich sehr schnell feststellen, dass es sich bei dem aktuellen Wert um einen fairen Preis für die Aktie handelt. Zusätzlich zu der 1-Jahres-Perspektive lässt sich auch eine ganzheitliche Perspektive heranziehen. Wenn Du nun diese ganzheitliche Perspektive betrachtest, so wirst Du feststellen, dass ein klares Muster erkennbar wird. Bei dem jetzigen Trend kann es durchaus sein, dass die Alibaba Aktie ein paar Punkte ausbricht. Jedoch sollte die politische Situation nicht außer Acht gelassen werden.

Im Zuge der Ankündigungen des US-amerikanischen Präsidenten kam es dazu, dass die Alibaba Aktie leicht eingebrochen ist. Der Präsident plant die unterschiedlichen Regelwerke zu prüfen und anhand dieser zu entscheiden, inwieweit Aktien wie zum Beispiel die Alibaba Aktie vom US-amerikanischen Markt entfernt werden können. Dies wäre natürlich fatal. Dementsprechend sollten hier auf alle Fälle die Ohren gespitzt sein. Der momentane Preis für die Aktie lässt sich unter der Berücksichtigung der zukunftsorientierten Entwicklung als fair bezeichnen.

Alibaba Aktie Kennzahlen

Quelle: Finanzen.net

Zur guter Letzt sollen bei der Bewertung der Aktie auch noch die Kennzahlen berücksichtigt werden. Hier spielt unter anderem das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) eine entscheidende Rolle. Bei der Betrachtung des KGV von dem erfolgreichen Börsenstart bis hin zu heute, können Sie feststellen, dass dieses eine gute Steigung hingelegt hat. Dies ist auf jeden Fall ein Kaufindiz. Neben dem KGV spielt natürlich auch die Eigenkapitalquote jedes Unternehmens bei der Betrachtung eine wichtige Rolle. Auch bei dieser lässt sich feststellen, dass die Eigenkapitalquote im Laufe der Zeit die Fremdkapitalquote überstiegen hat. Dies wiederum bedeutet, dass Alibaba wieder liquider ist, sodass neue Fortschritte in den unterschiedlichen Bereichen auch besser gefördert werden können.

Grundsätzlich geht man davon aus, dass der Umsatz eines Unternehmens ein Indikator für das Wachstum des jeweiligen Unternehmens ist. Bei Alibaba stellt man fest, dass sich der Umsatz von 2013 bis 2019 mehr als verzehnfacht hat. Somit hat das Unternehmen wichtige strategische Entscheidungen in die richtige Richtung getroffen und auch dementsprechend profitiert. Bezüglich der Zukunftsaussichten lässt sich sagen, dass Alibaba aufgrund der guten Wettbewerbsvorteile und auch der innovativen Denkweise immer neue Konzepte entwickelt und auch umsetzt. Die Frage bleibt jedoch nach wie vor offen, inwieweit sich Alibaba gegen große Hersteller in der Cloud Branche durchsetzen kann. Natürlich kann es auch so sein, dass sich das Unternehmen mit den Cloud Lösungen erst einmal ausschließlich in China positionieren möchte. Das macht bei dem Bevölkerungsanteil natürlich Sinn. Nach wie vor sehr spannend bleibt hingegen, wie politische Restriktionen die Entwicklung Alibabas beeinflussen oder auch stören werden.

Für mich persönlich ist Alibaba kaufenswert.